[USA 1997 3. Woche Vom Yosemite Nationalpark nach Sacramento]
Montag, 28.07.1997 Yosemite N.P. - Sacramento
Der Yosemite N.P. wird seinem Ruf gerecht: Er ist der überfüllteste Park der USA. Nichtsdestotrotz stellen wir uns
an der Schlange am Visitor Center an und fahren hinein in dieses wunderbare Tal. Ich habe noch nie so viele
Wasserfälle gesehen, wie hier in diesem Park. Der Merced River, der sich durch das Tal schlängelt, die steil aufragenden Felswände (allen voran El Capitán)und die blumigen Wiesen sind einfach wunderschön. Unzählige Trails laden zum Wandern ein, manche führen sogar bis zu den Wasserfällen hinauf. Das der Park nicht zu unserem Lieblingspark erklärt worden ist, lag einfach daran, daß es hier zu voll war. Andauernd stand man in Schlangen an oder mit dem Auto im Stau. Insgesamt gesehen wird der Yosemite N.P. jedoch auch seinem anderen Ruf gerecht: Er ist der schönste Park der Vereinigten Staaten.
Nach der Ausfahrt aus dem Park machen wir uns auf nach Sacramento. Wir fahren über die Route 120 nach Stockton und
von da aus auf die I5 nach Sacramento. Als wir in Sacramento ankommen checken wir in einem Motel 6 ein (50 US$) und
springen anschließend direkt in den Pool. Wir sind in der Hauptstadt Californiens abgestiegen, weil wir gelesen
haben, daß diese Stadt eine schöne Old Town haben soll. Also machen wir uns abends auch gleich auf nach Old Town
Sacramento. Na ja, so ganz haut uns die "Altstadt" nicht vom Hocker. Ist ja ganz schön gemacht, so im "Wild West
Style" aber an vielen Stellen ist es doch sehr kitschig. Ein gutes Fotomotiv ist hingegen der Raddampfer "Spirit
of Sacramento", der auch als Hotel genutzt wird.
Nach der Stadtbesichtigung gehen wir noch zu Pizza Hut essen (nicht so gut wie bei uns).
Dienstag, 29.07.1997 Sacramento - San Francisco
Früh morgens gehts los nach San Francisco. Wir fahren über die I80 bis Oakland, dann auf die I580 und danach
wechseln wir bei San Rafael auf die 101. Die Fahrt nach San Francisco verlief aber alles andere als angenehm.
Ca. 30 Meilen vor San Francisco sahen wir eine Nebelbank. Zuerst dachten wir uns nichts dabei, schließlich war
der Himmel noch blau und die Temperatur lag bei etwa 30°C. Doch als wir in die Bank hineinfuhren sank die
Temperatur rapide und wir mußten uns sogar umziehen.
Die Fahrt hinein nach San Francisco entschädigt uns für alles. Wir fahren über die 101 und kommen daher
automatisch auf die Golden Gate Bridge. Die zwei Dollar bezahlen wir gerne für die Überfahrt - diese Brücke
ist einfach fantastisch. Es geht dann von der Golden Gate Bridge direkt auf die Lombard Street, wo es sehr
viele Motels gibt. Wir entschließen uns jedoch, zuerst auf die Van Ness Street zu fahren, wo wir uns schon
ein Motel aus dem schon erwähnten Coupon Heft ausgesucht haben. Dies war leider eine Pleite, das Motel war
eine bessere Absteige und es gab keinen Stellplatz für unser Auto. Also suchen wir weiter ... Schließlich
werden wir auf der Lombard Street fündig. Die Unterkunft heißt Royal Motel und kostet 70 US$ pro Tag.
Das hört sich zwar teuer an, ist aber für San Francisco noch billig. Nach dem Auspacken und relaxen
machen wir uns auf zur Stadtbesichtigung. Als erstes fahren wir den Scenic Drive ab. Der Drive ist sehr
gut ausgeschildert und führt zu all den Highlights die diese Stadt zu bieten hat. Zuerst führt uns der
Scenic Drive zum Coit Tower, von wo man einen schönen Blick auf die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz hat.
Danach fahren wir weiter zum Fisherman's Wharf. Hier wimmelt es nur so von Touristen und man hat große
Schwierigkeiten einen Parkplatz zu bekommen. Insgesamt gesehen ist der Fisherman's Warf eine Touristenfalle,
die man jedoch ansteuern muß, wenn man eine Ausflugsfahrt in die Bucht von San Francisco oder Alcatraz plant,
da die Boote nur hier abfahren. Lange halten wir uns hier nicht auf und fahren weiter zur Golden Gate Bridge.
Unser erster Stop gilt Fort Point, eine alte Befestigungsanlage. Direkt als ich aus dem Wagen aussteige zücke
ich auch schon meinen Fotoapparat, suche mir die besten Motive und knipse los. Von hier aus sieht man die
"Bridge" aus einer einmaligen Perspektive. Anschließend gehen wir auf die Brücke und das "Photo-Shooting"
geht munter weiter. Nach halber Überquerung der Golden Gate Bridge kehren wir um und fahren weiter durch
den Golden Gate Park nach Twin Peaks. Von diesem berühmten Zwillingshügel aus hat man (bei guter Sicht)
einen grandiosen Blick auf San Francisco. Bei uns war die Sicht ganz gut. Nach der Fernsicht jetzt die
Nahsicht, wir fahren nach Downtown San Franciso, suchen ein Parkhaus (sehr teuer) und machen
uns dann zu Fuss auf, die Innenstadt zu besichtigen. Downtown wimmelt natürlich von Geschäftsleuten, aber es gibt
hier auch sehr viele Einkausläden. Am herrausragensten ist natürlich die Transamerica Pyramide, die mit 260 m alle
anderen Gebäude überragt. Angrenzend an Downtown liegt China Town. Die größte Ansammlung von Chinesen außerhalb
Chinas ist total bunt, kitschig und reiner Kommerz. Trotzdem macht es sehr viel Spaß die Straßen langzugehen, in
den Geschäften zu bummeln oder einfach die Menschenmassen zu beobachten. Nach dem Besuch in China Town fahren wir
noch einmal die Lombard Street entlang und zwar den Teil, der in engen Serpentinen an Blumenbeeten vorbei steil
hinunter zur Leavenworth Street führt. Noch nie bin ich mit einem Auto eine solche Straße entlanggefahren, einfach
sagenhaft.
Nach der Stadtbesichtigung gibt es für uns nur noch eins: Ab ins Bett und schlafen ...
Mittwoch, 30.07.1997 San Francisco
Heute geht es wieder auf Stadtbesichtigung, aber diesmal zu Fuss. Wir gehen zuerst die Lombard Street entlang und
dann auf die Van Nesse. Auf der Van Nesse statten wir zuerst dem AAA einen Besuch ab und besorgen uns diverse
Karten und Tour Books. Das hätten wir eigentlich schon viel früher machen sollen, aber wir haben in anderen Städten
einfach keinen AAA gefunden. Kurze Erklärung: Der AAA (Triple A) ist das amerikanische Pendant zum ADAC. Nachdem
wir uns dort erstmal mit Material eingedeckt haben, sind wir zum Essen ins Hardrock Cafe gegangen. Nach einem
guten Burger und einem Oriental Chicken Salad gehts los nach Nob Hill. Nob Hill ist eine Ansammlung von sehr
luxuriösen Hotels und den Aufstieg (richtig verstanden: Aufstieg) dorthin, muß man wirklich mal gemacht haben.
Anschließend gings zum Shopping auf die Market Street. Abends haben wir noch etwas gegessen und sind dann
totmüde ins Bett gefallen.
Donnerstag, 31.07.1997 San Francisco - San Simeon
Aufgewacht, Taschen gepackt, Kühlbox aufgefüllt und ab gehts auf den Highway No. 1. San Francisco war
fantastisch aber irgendwie sind wir beide froh, daß es endlich wieder losgeht.
Unseren ersten Stop legen wir in Santa Cruz ein. Dort angekommen statten wir zuerst einmal dem Santa Cruz Beach
Boardwalk einen Besuch ab. Hierbei handelt es sich um einen fest installierten Jahrmarkt mit freiem Zugang. Da wir
jedoch früh dort sind, ist noch ziemlich wenig los. Anhand von Bühnen, die sich auf dem Strand befinden,
kann man aber sehen, daß hier abends ziemlich die Post abgeht. Nach abflanieren des Boardwalks geht es weiter in
Richtung Monterey. Hier stoßen wir auf den 17 - Mile - Drive . Die Einfahrt kostet 7 US$, doch die sind sehr gut
investiert, denn die Fahrt über den Drive ist einfach schön. Hier sieht man diverse Prunkbauten, den weltberühmten
Lone Cypress und den Seal Rock (ein Felsen voller Seehunde). Nach Ausfahrt aus dem 17 - Mile - Drive geht es weiter
auf der 1 nach Big Sur. Hier machen wir eine kurze Rast, bevor es zum Enspurt geht. Gegen Abend kommen wir in San
Simeon an und steigen in einem Motel 6 (55 US$) ab. Nachdem wir etwas gegessen haben gehen wir noch zum Strand und
genießen den Sonnenuntergang ...
Freitag, 01.08.1997 San Simeon - Carlsbad
Früh morgens fahren wir los und genießen die aufsteigende Sonne am Pazifik. Die Fahrt verläuft überwältigend. Der
Highway No.1 ist wirklich die schönste Straße der Welt - die Steilküsten, die Buchten und die Vegetation - einfach
grandios. Wir fahren über San Luis Obispo, Santa Barbara bis nach Los Angeles. Unterwegs machen wir noch einen Stop
in Solvang. Hierbei handelt es sich um ein dänisches Städtchen. Wir machen eine Pause um uns die Windmühlen
und die im skandinavischen Stil gebauten Häuser anzuschauen. Über L.A. zu fahren, ist allerdings ein Fehler. So
einen Megastau haben wir noch nie erlebt. Für die Durchfahrt benötigen wir fast drei Stunden. Nach dieser Tortur
sind wir natürlich erst spät in Carlsbad angekommen und wir haben Probleme ein Zimmer zu bekommen. Schließlich ist
in einem Motel 6 noch ein Zimmer frei (45 US$). Von dort aus wollen wir für morgen ein Zimmer in San Diego
reservieren lassen, doch das schlaegt leider fehl - in San Diego ist alles belegt. Also entschliessen wir uns Morgen
nach Tucson zu fahren und lassen uns für die vierte Woche ein Zimmer in San Diego reservieren.
Samstag, 02.08.1997 Carlsbad - Tucson
Irgendwo freuen wir uns wieder auf die Fahrt durch die Wüste. Dementsprechend motiviert stehen wir früh auf und
fahren zeitig los. Die Fahrt geht über die I8 bis Yuma, wo wir eine Pause machen und tanken. Die Wüste ist einfach
fantastisch, das Fahren macht hier richtig Spaß. Weiter geht die Fahrt auf der I8 bis Casa Grande, wo wir auf die
I10 fahren. Gegen Nachmittag kommen wir in Tucson an und checken, wie immer, in einem Motel 6 ein (40 US$).
Das erste, was wir in Tucson unternehmen ist eine Stadtrundfahrt. Wir fahren nach Downtown und sind ein bißchen
enttäuscht : Nur ein paar kleinere Hochhäuser, keine Malls und auch sonst ist hier nicht viel los. Na ja egal, wir
fahren weiter zu den Flugzeugfriedhöfen (um Tucson liegen ungefähr 20.000 Flugzeuge) und die sind wirklich
beeindruckend. Das Pima Air Museum, welches eine beachtliche Anzahl gut erhaltener Flugzeuge beherbergt, ist heute
leider schon geschlossen, wir wollen es uns aber morgen ansehen. Zum Abschluß des Tages fahren wir noch in den
Saguaro N.P.. Von diesem Park gibt es zwei: Saguaro Park West und Ost. Wir haben uns für den östlichen Park
entschieden. Die Saguaros hier sind wirklich riesig. Wir haben zwar schon sehr viele auf der Fahrt durch Arizona
gesehen, aber die hier sind beeindruckender.
Als wir abends im Motel ankommen ist es noch so warm, daß wir uns entschließen noch in den Pool zu springen.
Sonntag, 03.08.1997 Tucson
Nach dem Frühstück machen wir uns auf zum Pima Air Museum. Hier stehen ca. 200 Flugzeuge, unter ihnen eine F 15 und
die Air Force One von Präsident J.F. Kennedy bzw. L.B. Johnson. Spektakulär sind auch die alten Doppeldecker und
ein Überschalljet von Lockhead. Zwar sind die Maschinen hier größtenteils Militärflugzeuge, trotzdem ist ist sehr
interessant und die paar Dollar Eintritt allemal wert.
Nach so vielen Flugzeugen müssen wir mal wieder ein bißchen Natur sehen, also fahren wir ins Arizona-Sonora Desert
Museum . Das Museum ist eigentlich gar kein Museum, sondern eher ein Zoo. Hier gibt es Klapperschlangen, Pumas,
Bären, Luchse, Erdmännchen, Taranteln, Vogelspinnen, riesige Reptilien, Skorpione, etc. . Kurz gesagt: Alle Tiere,
die so in der Wüste rumlaufen. Der Zoo hat uns super gefallen. Solche Tiere bekommt man nicht alle Tage zu sehen.
Man sieht hier aber nicht nur Tiere, auch sehr viele Pflanzen, die obligatorischen Saguaros und sonstige Kakteen.
Negativ ist uns nur aufgefallen, daß die Gehege und Käfige sehr klein sind.
Als wir später im Motel ankommen, entschließen wir uns keine drei Tage in Tucson zu bleiben, sondern morgen weiter
nach Phoenix zu fahren, weil uns die Stadt doch nicht so gut gefallen hat wie vorher gedacht.