[USA 1997 2. Woche Von Page zum Sequioa Nationalpark]
Montag, 21.07.1991 Page - Monument Valley - Cortez
Eigentlich wollten wir heute einen "Relaxing - Day" einlegen um uns von der "Mördertour von gestern zu erholen.
Wir wollten am See rumlümmeln und schwimmen, evtl. eine Bootstour machen und so richtig ausspannen.
Als wir morgens aus dem Fenster schauen sind unsere Pläne dahin : dunkle Wolken verhängen den Himmel.
Also packen wir unsere Sachen zusammen, schauen uns vom Lake Powell lediglich den Glen Canyon Damm an,
schießen ein paar Fotos und machen uns auf den Weg nach Kayenta. Von dort aus wollen wir zum Monument
Valley.
Die Fahrt von Page nach Kayenta führt über die Route 98 und danach über den Highway 160. Die Fahrt
verläuft ziemlich unspektakulär aber als wir in Kayenta ankommen trauen wir unseren Augen nicht.
Obwohl in unserem Reiseführer von einer Handvoll Hotels die Rede ist, sehen wir nur zwei: ein Holiday
Inn und ein unabhängiges für 70 US$. Wir fahren weiter ...
Auf der Fahrt nach Mexican Hat fahren wir direkt an Monument Valley vorbei. Die Aussicht von der Route
163 auf die Monolithen ist einfach phantastisch. Wir halten an und sind hingerissen und schießen ein Foto nach
dem anderen.Bis uns plötzlich der Gedanke kommt:"Wieso überhaupt hineinfahren?" Wir hätten Eintritt bezahlen
müssen (kein State Park, der Golden Eagle Pass gilt hier nicht) und zudem noch für eine Bustour, da wir unseren
Wagen vor der Schotterpiste verschonen wollten. Also lassen wir das und machen uns auf den Weg nach Mexican Hat.
Dieses Dorf ist nach einem Felsen, der wie ein Mexicanerhut aussieht, benannt worden. Mexican Hat hält aber nicht
das, was es verspricht. Kaum Motels und der Felsen sieht nach allem aus, nur nicht nach einem Mexicanerhut. Wir
entscheiden uns weiter nach Mexican Water zu fahren, denn dieser Ort sah auf der Karte sowieso viel größer aus.
Von wegen, Mexican Water besteht aus zwei Tankstellen und einer Trading Post. Also fahren wir noch weiter (von
wegen Relaxing Day !) nach Cortez, von wo aus wir am nächsten Tag den Mesa Verde N.P. besuchen wollen. Das Motel
in Cortez ist ein unabhängiges, es kostet pro Nacht 45 US$.
Dienstag, 22.07.1997 Mesa Verde - Moab
Obwohl wir ziemlich früh im Mesa Verde N.P. sind, ist die Schlange am Visitor Center unendlich lang. Nachdem wir
ca. 20 min anstehen geht uns auf, daß wir für die Guided Tours zum Balcony House und dem Cliff Palace anstehen.
Zur Sicherheit fragt Susanne noch einen netten Ranger, der unsere Befürchtungen bestätigt. Zum Glück kann man auch
sehr schöne Ruinen Self -Guided besichtigen, denn am allerwenigsten hatten wir Lust in einer Herde 3 Std. lang in
den Ruinen rumzutrotteln. Als erstes haben wir uns das Spruce Tree House angesehen (sehr gut erhaltene Ruine) danach
das Square Tower House und den Sun Temple. Neben all diesen Ruinen gibt es noch eine Menge Viewpoints. Von diesen
kann man einige der Steinbehausungen aus der Ferne bewundern.
Nach der Besichtigung des Mesa Verde N.P. fahren wir weiter nach Moab, um von dort aus am morgigen Tag den Arches
N.P. zu besichtigen. Die Fahrt nach Moab führt über die Route 666 nach Monticello und dann weiter auf die Route 191
bis Moab. Dort angekommen suchen wir uns erst einmal ein Motel. wir entscheiden uns für das Bowen Motel (60 US$).
Auch hier ist sehr heiß, also entschließen wir uns zuerst mal in den Pool zu springen. Jedoch habe ich unterwegs
schon bemerkt, daß sich ein Unwetter nähert. Als wir knapp 'ne Stunde am Pool liegen fängt es auch schon an zu
regnen. Wir erleben einen gewaltigen Thunderstorm, der sich gewaschen hat.
Mittwoch, 23.07.1997 Arches N.P. - Panguitch
Früh morgens machen wir uns auf zum
Arches N.P. . Absolute Begeisterung !!! Wir erklären den Arches zu unserem
bisherigen Lieblingspark. Trotz des, zumindest für Susanne, äußerst anstrengenden Trail zum Delicate Arch.
Wir haben Glück mit dem Wetter, die meisten Fotos (fast einen ganzen Film verknipsen wir hier und Susanne muß mich
zurückhalten nicht jeden Arch, Berg oder Fels zu fotografieren) machen wir bei strahlender Sonne und knallblauen
Himmel. Am beeindruckensten ist natürlich der Delicate Arch, obwohl der Weg dorthin (2,5 km) sehr anstrengend ist
und man mind. 2 liter Wasser mit sich führen soll. Oben angekommen zeigt sich einem ein grandioses Bild. Wenn man
Glück hat und eine gute Sicht, kann man im Hintergrund noch die schneebedeckten Gipfel der Manti La Sal Mountains
sehen. Uns wurde dieser Blick leider verwehrt. Trotz alledem ist der Delicate Arch wunderschön und wir verbrachten
fast eine Stunde dort oben. Der Abstieg geht relativ schnell und wir machen uns auf zum nächsten Blickfang.
Der Devils Garden Trail führt an mehreren Arches vorbei. Der schönste ist meiner Meinung der Landscape Arch, ein
langgestreckter, dünner Steinbogen. Man kann sich stundenlang ja sogar tagelang in diesen Park aufhalten und man
bekommt trotzdem nie genug davon. Was uns davon abgehalten hat mehr zu sehen war das Wetter. War es morgens noch
schön, ziehen sich die Wolken mittags schon wieder zusammen. Da wir heute noch viel vorhaben, entschließen wir uns
weiterzufahren.
Auf der Fahrt nach Panguitch (I70) erleben wir einige gewaltige Thunderstorms, die das Fahren nicht gerade vereinfachen.
Troztdem kommen wir sicher in Panguitch an und machen uns direkt auf Zimmersuche. Allerdings stellt sich
dieses als nicht gerade einfach heraus, nicht wegen der Nähe zum Bryce Canyon, sondern wegen eines High School
Rodeos, welches wir leider nicht gesehen haben. Schließlich finden wir ein Motel (Marianna Inn 45 US$), gehen noch
kurz etwas essen und dann ins Bett. Wir wollen ja für den morgigen Besuch im Bryce Canyon fit sein.
Donnerstag, 24.07.1997 Bryce Canyon - Las Vegas
Wir fahren relativ früh in den Bryce und erleben die erste halbe Stunde noch friedlich und ruhig, während wir den
Rim Trail abgehen. Doch so langsam sind immer mehr Menschen unterwegs und es wird wärmer (am Morgen war es
regelrecht kühl). Der Bryce Canyon ist mit dem Arches der schönste Park den wir gesehen haben. Es handelt sich bei
dem Bryce jedoch nicht um eine Schlucht sondern um eine Abbruchkante des Paunsaugunt Plateau. Zwichen dem Plateau
und dem tiefer gelegenen Gelände erstreckt sich auf 40 km Länge ein Gebiet bizarr-skuriller Formationen erodierten
Sandsteins. Im Laufe vieler Jahrtausende entstanden im rot-gelb-rostbraunen Gestein eigenartige Säulen, Türme und
Skulpturen.
Nach einer eindrucksvollen Wanderung und anschließender Abfahrt der Viewpoints, fahren wir weiter in Richtung Zion
N.P.. Diesen Nationalpark durchfahren wir jedoch nur, weil wir am Lake Mead übernachten wollen und deswegen keine
Zeit für eine längere Besichtigung haben. Der Zion N.P. ist berühmt für seine hohen Steilwände und die haben wir
auch aus dem Auto heraus und von diversen Viewpoints aus gesehen.
Angekommen in Overton (Lake Mead) wollen wir uns auch schnell ein Motel suchen. Wir werden enttäuscht: Hier gibt es
nämlich keins. Also weiter nach Boulder City. Dort entschließen wir uns dann entgültig nach Las Vegas zu fahren. Wie
sich herausstellt ein guter Entschluß. In Las Vegas checken wir uns im Motel 6 ein. Das Motel liegt direkt an der
Tropicana und ist somit nur Minuten vom Strip entfernt außerdem ist es ziemlich günstig: 40 US$. Nach dem Koffer
auspacken gehts erst mal zum Pool - eine Wohltat. Wir sind richtig froh hier zu sein und freuen uns auch schon auf
das Nachtleben. Abends machen wir eine ziemlich "feuchte" Tour durch diverse Casinos (MGM, Bali, New York New York).
Freitag, 25.07.1997 Las Vegas
Wir entschließen uns noch einen Tag länger in Las Vegas zu bleiben um zu relaxen. Morgens gehen wir erst einmal zum
Pool und mittags gehen wir shoppen (Boulevard Mall, Outlet Store). Das Einkaufen ist ziemlich anstrengend und
deswegen gehen wir abends auch früh ins Bett.
Samstag, 26.07.1997 Las Vegas - Fresno
Vor der Abfahrt nach Fresno suchen wir erst noch einen Supermarkt auf und füllen unsere Kühlbox auf. Dann gehts los.
Von der I15 (bis Barstow) fahren wir auf die Route 58 bis Bakersfield und danach auf die Route 99 bis Fresno.
Nachmittags kommen wir in Fresno an und steigen in einem Motel 6 ab (36 US$).
Fresno ist die landwirtschaftliche Hauptstadt der USA und so sieht es hier auch aus. Wo man hinsieht nur Felder
und Farmen. Insgesamt gesehen ist Fresno ziemlich öde, wenn es möglich ist sollte man besser einen anderen Ort
wählen.
Sonntag, 27.07.1997 Fresno - Sequoia N.P. - Merced
Heute gehts los zum Sequoia N.P.. Schon früh fahren wir los, um dem alltäglichen Trubel in dem Park zu entgehen.
Wir haben Glück. Wir fahren den Park über Visalia an (Route 198) und danach geht es über schier unendlich
scheinenden Serpentinen hinauf zum Giant Forest Village (2000 m ü. NN). Zuerst passiert man die Four Guardsmen,
vier eindrucksvolle Sequoias und danach ist man am Visitor Center. Absolutes Muß im Park ist natürlich ein Besuch
des General Sherman Tree, dem "World largest living Thing". Er hat einen Durchmesser von 12 m und erreicht dabei
eine Höhe von 83 m. Sein Alter schätzt man auf 2500 Jahre und er wächst immer noch (wow) !!! Nach der Besichtigung
des General muß man sich Moro Rock ansehen, eine Ansammlung von sehr vielen Sequoias. Hier kann man durch eine
Gruppe von Sequoias durchgehen, durch einen umgestürzten Baum hindurchfahren und sogar auf einen umgefallenen Baum
hinauffahren. Der Aussichtsfelsen Moro Rock bietet einen spektakulären Blick auf die Sierra Nevada.
Nach der Besichtigung des Sequoia N.P. machen wir uns auf zum Kings Canyon. Das Tal im Kings Canyon N.P. ist
wunderschön. Hier ist alles grün und man kommt sich schon fast vor, als wäre man in Bayern. Leider kommen wir nicht
sehr weit in den Canyon hinein, weil die Straßen wegen Bauarbeiten an diesem Tag gesperrt sind. Also machen wir uns
auf den Weg nach Merced, von wo aus wir am nächsten Tag den Yosemite N.P. besichtigen wollen.