[USA 1997 1. Woche Von Frankfurt a.M. zum Lake Powell]

13.07.1997 Frankfurt - Las Vegas

Nach einer eher unangenehmen Nacht stehen wir um 6.30 Uhr auf. Um kurz nach acht geht es endlich los nach Frankfurt.
Dafür sind wir dank meines Vaters, der die Strecke fast durchgehend mit 180 km/h abrast, schon um kurz vor halb zehn am Frankfurt Airport. Viel zu früh natürlich, aber wir haben keine Platzreservierung und wollen natürlich am Fenster sitzen. Dank eines netten NorthWest Mitarbeiters erübrigt sich dies auch, denn er reserviert uns sämtliche Plätze für den Hin- und Rückflug. Beim Einchecken erleben wir dann die obligatorischen Fragen: Wo war ihr Gepäck auf dem Weg zum Flughafen? Wo war es danach? War es irgenwann unaufbesichtigt? Irgendwelche Waffen, Messer, Schere (die mußte in die Reisetasche!)etc...

13.50 Uhr pünktlicher Abflug nach Detroit. Nach acht Stunden Flug und ein paar Turbulenzen kommen wir in Detroit an. Immigration: Bei Susanne: no problems. Ich hatte so meine Schwierigkeiten mit einem besonders unfreundlichen Beamten. Um 19.15 Uhr gehts dann endlich los nach Las Vegas. Der Anflug auf Las Vegas ist atemberaubend. Ich kann nur jedem raten als Ankunftsflughafen Las Vegas zu wählen. Dieses Lichtermeer; einfach unglaublich. Um 20.00 Uhr (Pacific Time) sind wir am Ziel. Nur ein noch Taxi zum Hotel (vorgebucht für zwei Nächte) und ab ins Bett ... .

Montag, 14.07.1997 Las Vegas

Nach einer eher schlechten Nacht und anschließendem "Continental Breakfast" (Muffins, Apfelsinen und Orangensaft), lassen wir uns zu unserer Autovermietung (siehe Links) fahren. Wir sind von unserem silber-grauen Mitsubishi Galant sofort angetan; er hat alles was man sich nur wünschen kann: Tempomat, elektr. Fensterheber, K-Radio, etc... . Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Automatik machen wir eine unfreiwillige Stadtrundfahrt durch Las Vegas. Abends sind wir dann noch über den "Strip" spaziert und haben uns die Hotels und Kasinos angeschaut. Übrigens haben wir kein einziges Mal gespielt, es macht aber schon Spaß anderen Leuten dabei zuzusehen und das sind eine ganze Menge.

Dienstag, 15.07.1997 Las Vegas - Death Valley - Baker

Je weiter man aus Las Vegas rausfährt. desto weniger Verkehr ist auf den Straßen. Hinterher wird es richtig einsam. Wir fahren über Indian Springs, Amargosa Valley, Death Valley Junction (Geisterstadt) nach Furnace Creek. Diese Strecke fahren wir später auch wieder zurück, da alle anderen Routen aus Death Valley über Paßstraßen geführt hätten und wir Angst um unser Auto hatten. Wir haben uns Death Valley fast nur aus dem Auto angeguckt, da wir zur Mittagszeit da waren und die Temperaturen schon so um die 50 °C lagen. Ausgestiegen sind wir natürlich am Zabriskie Point und bei den Stovepipe Wells (beeindruckende Sanddünen). Die Fahrt nach Baker, quer durch die Mojave Wüste, ist wunderbar einsam. Wir haben oft unterwegs gestoppt und einfach nur die Ruhe genossen ... Als wir nachmittags in Baker ankommen erleben wir unseren heißesten Tag überhaupt in den USA; es sind sage und schreibe 53,8 °C. Wir suchen uns ein schnuckliges Motel (Wills Fargo Motel 35 US$), mit einer Klimaanlage, die einem nachts sicherlich keine Ruhe bringt und springen direkt in den Pool (warme Badewanne). Baker liegt übrigens direkt an der I15 und besitzt das größte Thermometer der Welt - Toll *Lol*

Mittwoch, 16.07.1997 Baker - Los Angeles

Die Strecke von Baker nach L.A. führt über die Interstate 15. Wir sind früh losgefahren, da wir ziemlich zeitig in L.A. sein wollen. Die Temperaturen liegen um 7.00 Uhr schon bei knapp 30 °C; wir danken Gott für die Klimaanlage. Die Fahrt führt uns weiter durch die fantastische Mojave Wüste. Nur leider ist hier auf der I15 früh morgens schon ziemlich viel los. In Baker haben wir übrigens vergeblich nach Peggy Sues gesucht - ein Tip aus dem Internet, kein Wunder, denn dieser 50'er Jahre Burger - Laden liegt kurz hinter Calico Ghost Town. Das haben wir uns übrigens entgegen aller Empfehlungen nicht angeschaut (nur Touristen - Nepp). Je näher L.A. kommt desto mehr Verkehr, desto "smokiger" der Himmel. Downtown L.A. sehen wir nur im Dunst. Wir hatten uns entschlossen in Santa Monica abzusteigen, was wir teuer bezahlt haben. Unser Motel (Ocean Lodge) kostete satte 85 US$ die Nacht. Egal, nach dem erstem Schreck sind wir erst mal zum Strand gegangen. Insgesamt gesehen ist uns L.A. an diesem Tag ziemlich unsympathisch. Gegenüber den letzten Tag, der sehr ruhig und beschaulich war, erlebt man hier teilweise voll das Chaos. PS: Der Strand sieht nicht so gut aus wie im Fernsehen !

Donnerstag, 17.07.1997 Los Angeles

Heute klappern wir Beverly Hills und Hollywood ab. Natürlich laufen wir auf dem Walk of Fame, fotografieren den Stern von Marylin Monroe und die Fußabdrücke von Donald Duck vor dem Chinese Man Theatre. Später fahren wir den Mulholland Drive ab und genießen die absolut phantastische Sicht auf L.A.. Es ist zwar ein bißchen diesig, aber der strahlend blaue Himmel entschädigt uns. Nach unserer kleinen Stadtbesichtigung geht's erst einmal zum Venice Beach. Endlich mal relaxen und einfach nichts Tun. Das Wetter am heutigen Tag ist wunderschön. Von dem Smog, der sonst normalerweise über Los Angeles hängt, ist hier an der Küste Gott sei Dank nichts zu sehen. Meine Freundin geht im Pazifik schwimmen und ich genieße das bunte Strandleben .... Später am Nachmittag versucht Susanne mit Hilfe eines Coupon - Heftes (gibt's in jedem Restaurant z.B. Dennys) ein Zimmer in San Diego aufzutreiben. Leider vergeblich, denn die angegebenen Motels sind entweder belegt oder nicht zu den angegebenen Preis zu haben. Abends schlendern wir noch durch Santa Monica und trinken hier und da ein Bierchen. Nach diesem, eigentlich sehr schönen Tag, fühlen wir uns schon wesentlich besser und sicherer in L.A. !

Freitag, 18.07.1997 Los Angeles - Lake Havasu City

Wir schmeißen unsere Pläne um und fahren nicht nach San Diego. Nachdem wir uns in einem Supermarkt mit Fressalien eingedeckt und unsere Kühlbox aufgefüllt haben, fahren wir los in Richtung Tucson. Die Fahrt über die Insterstate 10 bringt uns zuerst nach Palm Springs. Ein hübscher Ort, der allerdings nicht unbedingt zum Anhalten lohnt. Kurz hinter Palm Springs beginnt der Joshua Tree N.P.. Ein karger Park, der allein seine Faszination durch die unzähligen Joshua Trees und seine zerklüfteten Gebirge gewinnt. Leider paßt der Besuch dieses Park's überhaupt nicht in unsere Planung. Wir fahren also nur ca. 50 Meilen in den Park hinein und dann wieder zurück. Ein kleiner Tip: Nehmt euch wenn Ihr denn Park besuchen wollt mindestens einen ganzen Tag Zeit, das was wir gemacht haben, war eigentlich reine Zeitverschwendung. Im Grunde haben wir es nur gemacht, weil wir den Golden Eagle Pass hatten und genau daran vorbei gefahren sind. Weiter geht's auf der I10 in Richtung Quartzsite, wo wir eigentlich übernachten wollen. Als wir allerdings dort ankommen, entscheiden wir uns dagegen, da die ganze Stadt aussieht, als wenn sie nur aus Wohnwagen und Mobile Homes bestehen würde und man ganz Quartzsite innerhalb von 15 min. abbauen und abkarren könnte. Schon wieder schmeißen wir unsere Pläne um und entschließen uns nach Lake Havasu City zu fahren. Ein guter Entschluß, wie sich herausstellen sollte. In Lake Havasu City hatten wir unser bestes Zimmer, ein Howard Johnson (50 US$) mit Pool und Blick auf den See. Abends sind wir noch weggegangen und es gab endlich ein schönes kühles Budweiser für mich und eine Margarita für Susanne (sehr erfrischend bei 40°C um 22.00 Uhr).

Samstag 19.07.1997 Lake Havasu - Route 66 - Flagstaff

Die Fahrt weg vom Lake Havasu führt uns entlang des Colorado zur Interstate 40. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung zur legendären Route 66. Ab Kingman fahren wir auf die wohl berühmteste Straße der USA. Ein paar hübsche 50'er Jahre Läden, unzählige geile Route 66 Schilder und viele verlassene Tankstellen, das ist die Route 66. Zumindestens von Kingman nach Seligman. Ein bißchen enttäuscht hat uns das schon. Nachdem wir in Seligman wieder auf die I40 fahren sind es nur noch knapp 80 Meilen bis Flagstaff. In Flagstaff angekommen suchen wir uns erst einmal ein Motel, nach 6 vergeblichen Anfragen finden wir schließlich ein Motel 6 (45 US$). Nachdem wir uns bei Dennys (guter Burgerladen) vollgefressen haben, entscheiden wir uns noch etwas zu unternehmen. Nach einen langen Blick in unseren Reiseführer entscheiden wir uns "kurz" zum Sunset Crater Volcano Nat'l Mon. zu fahren. Das Lavafeld um den Sunset Crater ist wirklich beeindruckend, riesengroß und fast vegetationslos. Auf einem Trail kann man durch das Lavafeld hindurchwandern. Leider kann man den Vulkan aus ökologischen Gründen nicht mehr besteigen. An das Sunset Crater N. M. grenzt das Wupatki N.M.. Ein nur bedingt sehenswertes Natl. Mon., da die frühindianischen Ruinen im Vergleich zu anderen Relikten ähnlicher Art im Südwesten, ziemlich verfallen sind. Umgeben ist dieser Park übrigens vom Coconino Nat'l Forest.

Sonntag, 20.07.1997 Flagstaff - Page - Grand Canyon - Page

Der heutige Tag unterliegt einem riesigen Irrtum. Obwohl es sicherlich nicht die schlechteste Idee war, sich möglichst früh am Vormittag ein Zimmer in Page zu suchen, war die Idee, von dort aus dann den Grand Canyon zu besichtigen weniger gut - die Strecke ist viel zu lang. Es war eine beschissene Fahrerei. Der Grand Canyon ist fantastisch, einmalig, grandios !!! Da gibt es keinen Zweifel aber ein aber: Der Park ist hoffnungslos überlaufen. Daher kann man leider die Eindrücke nicht so auf sich wirken lassen, wie man es vielleicht gern wollte. Trotzdem ist das Abfahren der Viewpoints einfach wunderschön und das "große Loch" einfach sagenhaft. Nach ein paar Stunden verlassen wir den Grand Canyon und fahren zurück nach Page zum Lake Powell.