[USA 2000 7. Woche Von Charleston nach Frankfurt am Main]
Samstag, 09.09.2000 Charleston - Savannah
Morgens haben wir uns erst einmal Charleston angeschaut. Geparkt haben wir am Visitor Information
Center und anschliessend schlenderten wir die King Street hinunter bis White Points Garden. An der
King Street liegen viele wunderschöne alte Häuser im Südstaaten-Stil. White Points
Garden ist ein Park direkt an der Bay. Hier hatten wir das Glück einer sehr romantischen
Hochzeit beizuwohnen. Nebenbei befinden sich auf der King Street noch sehr schöne Cafes,
Boutiquen und Antiquitätenläden.
Nach der Stadtbesichtigung sind wir weitergefahren nach Savannah. Die beiden Städte liegen
Gott sei Dank nicht weit auseinander und so konnten wir uns auch noch Savannah anschauen. Die Stadt
gefiel uns nicht so gut wie Charleston, obwohl es hier eine schöne kleine Fussgängerzone
gibt, in der abends Live Music gespielt wird. Natürlich gibts hier auch eine Menge Pubs und Souvenirläden.
Übernachtet haben wir übrigens in einem Motel 6.
Sonntag, 10.09.2000 Savannah - St. Augustine, Florida
Die letzte Woche wollten wir eigentlich nur noch zum relaxen benutzen. In St. Augustine Fl. fingen wir damit an.
Die I95 fuhren wir über Jacksonville bis St. Augustine Beach. Dort angekommen checkten wir ein in
ein Ramada Limited direkt am Meer. St. Augustine Beach befindet sich auf einem Küstenstreifen, der dem
eigentlichen Ort St. Augustine vorgelagert ist. Die Stadt ist die älteste Ansiedlung Floridas. Im Jahr
1565 siedelten hier als erstes die Spanier an. Im Laufe der Jahrhunderte wurde St. Augustine zu einem
vielumkämpften Ort.
Von St. Augustine Beach aus fährt man über die Bridge of Lions in den alten Kern St. Augustines.
Die Altstadt ist durch ihre spanische Vorgeschichte stark geprägt worden. Man findet hier eine Kathedrale,
das Spanish Quarter und das Castilo De San Marcos. Bevor wir allerdings in die Oldtown gefahren sind, waren
wir im Anastasia State Park. Der Park liegt auf einer Halbinsel vor St. Augustine und besteht aus einem sehr
breiten und langen Strand. Es macht einfach Spass den Strand entlang zu spazieren und sich die erfrischende Brise
des Atlantiks um die Nase wehen zu lassen.
Abends besuchten wir dann die Altstadt und statteten dem ein oder anderen Lokal einen Besuch ab.
Montag, 11.09.2000 St. Augustine
Heute besuchten wir das Castilo De San Marcos. Die Festung ist ein National Monument und daher für
Nationalparks Pass - Besitzer kostenlos. Die Bauzeit des von Spaniern erbauten Fort dauerte 23 Jahre (1672 - 1695).
Im Verlaufe seiner Geschichte wurde das Fort mehrfach angegriffen, es wurde jedoch nie erobert. Seinen
Namen änderte das Castilo im Laufe der Jahrhunderte mehrmals - die Spanier nannten es Castilo De San
Marcos, die Briten Castle St. Mark und die Amerikaner nannten es Fort Marion. Seit 1921 wird die
Festung nicht mehr für militärische Zwecke genutzt und wurde zum National Monument erklärt.
Nach der Besichtigung waren wir in einem direkt gegenüber der Festung gelegenen mexikanischen
Restaurant essen und fuhren dann in eine Outlet Mall zum shoppen.
Dienstag, 12.09.2000 St. Augustine - Orlando
Heute verabschiedeten wir uns von den schönen, beschaulischen St. Augustine und fuhren weiter
nach Orlando. Auf keinen Fall wollten wir uns dort die diversen Amusementparks anschauen, es lag
eben auf unserer Strecke und weit wollten wir heute auch nicht fahren.
In Orlando nahmen wir uns
ein Zimmer in einem riesigen Days Inn und gingen erstmal essen. Anschliessend klapperten wir
einige Outlet Malls ab und shoppten wirklich "gewaltig". Apropos "Shopping", in dieser Hinsicht ist
Orlando wirklich super, man findet hier fast alles. Nach der Einkaufstour gings wieder zurück
zum Motel und abends waren wir noch in dem weltgrössten Hardrock Cafe auf dem Gelände der
Universial Studios.
Mittwoch, 13.09.2000 Orlando - North Redington Beach (Tampa)
Mit ein wenig Wehmut ging es nun entgültig zurück nach Tampa, dem Ausgangspunkt unserer
grossen Schleife durch den Süden der Vereinigten Staaten.
Von Orlando aus fuhren wir die I4 bis kurz vor Tampa, bogen dann auf die I75 ab und fuhren
anschliessend auf die I275 über die Sunshine Skyway Bridge nach St. Petersburg. Wir wollten
natürlich ans Meer und so fuhren wir auf die #699 nach North Redington Beach. Unterwegs klapperten wir
unzählige Motels ab, doch entweder waren sie belegt oder zu teuer. Einzig in North Redington
Beach fanden wir ein schnuckliges Motel direkt am Meer. Wir suchten auf jeden Fall ein Zimmer oder
Apartment mit einer Küche oder wenigstens einen Kühlschrank, weil wir die letzten
drei Tage mal richtig Strandurlaub machen wollten und uns auch etwas kochen wollten. Hier
in N.R.B. haben wir das alles gefunden - ein kleines Apartment mit Küche und nur 10 m bis
zum Strand.
Sofort nach dem Auspacken gings erst an den Pool und dann zum Strand - hach war dat
schön. Der Golf von Mexico ist zu dieser Jahreszeit warm wie eine Badewanne und überall
sieht man kleine bunte Fische. Nach einem wirklich sehr entspannenden Nachmittag am Strand, fuhren wir
erst einmal zu einem Supermarkt, um uns ein wenig mit Lebensmitteln einzudecken.
Abends genossen wir erst noch den grandiosen Sonnenuntergang und machten uns anschliesend auf in eine
Kneipe auf Treasure Island. Das Wetter war geil, das Bier kühl und in der Kneipe spielte ne
gute Live Band - was will man mehr :-).
Donnerstag, 14.09.2000 North Redington Beach
Der heutige Tag verlief im Grunde so wie der Gestrige. Den Mittag und Nachmittag verbrachten wir am
Pool, der ja direkt angrenzend zum Strand lag und abends genossen wir den Sonnenuntergang (es wurde
schon fast zum Ritual), bevor wir uns dann ins Nachtleben stürzten.
Vormittags kauften wir ein paar Souvenirs für die Daheimgebliebenen.
Freitag, 15.09.2000 North Redington Beach
Tja da war er nun - der letzte Tag. Wir verbrachten ihn eigentlich ziemlich ruhig. Mittags waren
wir italienisch Essen und kauften hier und da noch ein paar Mitbringsel ein. Das Wetter wurde auch immer
ungemütlicher, denn es kündigte sich ein Hurrican an.
Abends gabs noch einmal den obligatorischen Sonnenuntergang, der diesmal allerdings von mehreren
Wolken verhüllt war. Das Meer war auch schon ziemlich aufgewühlt und es tummelten sich
seltsame Fische direkt in Strandnähe. Später fuhren wir dann noch ein letztes Mal in unsere
Stammkneipe und genossen noch ein paar Bierchen zum Abschluss. Als wir später am Motel
ankamen machten wir noch einen kleinen Strandspaziergang und verabschiedeten uns von Florida.
Samstag, 16.09.2000 North Redington Beach - Tampa Intl. Airport - Frankfurt a. M.
Um 14:20 Uhr sollten wir von Tampa nach Washington Dulles fliegen. Vorher mussten wir allerdings
noch unseren Wagen bei Alamo abgeben. Dementsprechend früh standen wir auf und fuhren nach Tampa.
Die Abgabe des Wagens verlief problemlos und ein Shuttlebus brachte uns zum Flughafen. Das
Wetter war an diesem Tag wirklich miserabel - es regnete und stürmte. Eigentlich ein
guter Tag zum Abreisen.
In Washington ging es direkt weiter, denn unser Heimflug hatte kaum Verspätung. Der Flug
verlief ein wenig turbulent und sogar die Flugbegleiter mussten sich anschnallen. Früh morgens
(7:45 Uhr) sind wir dann in Frankfurt gelandet.
Fazit
Insgesamt durchfuhren wir 20 Bundesstaaten und legten dabei
14993,5 Meilen zurück, das entspricht 24139,54 Kilometer. Begeistert waren wir wieder einmal
von den Nationalparks, allen voran diesmal der Grand Canyon. Las Vegas haben wir zu unserem zweiten
Zuhause erklärt, aber auch die Zeit in San Francisco war sehr schön.
Florida fanden wir in der ersten Woche nicht so toll, was aber mehr am schlechten Wetter lag. Die
letzte Woche entschädigte uns jedoch für so manchen Regentag. Florida ist wirklich toll.
Ein wenig auf die Nerven ging uns diesmal die Fahrerei, besonders die Fahrten durch Texas und Oklahoma waren sehr anstrengend.
Aber im Allgemeinen macht das Autofahren in den USA sehr viel Spass und ist sehr entspannend. Man
sollte sich jedoch für solch lange Strecken ein wenig mehr Zeit lassen. Im Endeffekt hätten
wir Texas auch in 3 Tagen durchfahren können, die Zeit hatten wir ja.
Nicht desto trotz war es ein wunderschöner, erlebnisreicher Urlaub und die Tour würde ich
jedes Jahr wieder machen.